„Soziale Gerechtigkeit beginnt beim Wohnen“
Vor allem Menschen mit geringem Einkommen oder Überschuldung haben es immer schwerer, eine bezahlbare Wohnung zu bekommen.©Ralf Geithe - stock.adobe.com
"Soziale Gerechtigkeit beginnt beim Wohnen. Wer keine stabile Wohnung hat, kann weder Schulden abbauen noch am gesellschaftlichen Leben teilhaben", sagt Jentgens anlässlich des Tages der sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar 2026. Die Caritas fürchtet, dass Wohnungsnot für noch mehr Menschen zur sozialen Falle werden könnte, wenn nicht konsequent gehandelt wird.
"Wohnen ist ein Menschenrecht. Für viele der Klientinnen und Klienten der Schuldnerberatungen ist es längst zu einem kaum lösbaren Problem geworden", sagt Roman Schlag, Fachreferent für Schuldnerberatung in der Geschäftsstelle des Caritasverbandes für das Bistum Aachen. Besonders Menschen, die von Überschuldung betroffen sind, hätten immer schlechtere Chancen auf dem Wohnungsmarkt. "Hohe Mietpreise, niedrige Einkommensgrenzen und zunehmend strenge Auswahlkriterien führen dazu, dass selbst finanziell entlastende Schritte oft nicht ausreichen, um eine Wohnung zu finden", so Schlag weiter.
Der Caritasverband für das Bistum Aachen fordert daher mehr öffentlich geförderten und sozial gebundenen Wohnraum, eine deutliche Beschleunigung von Bau- und Genehmigungsverfahren, mehr Hilfsangebote für überschuldete Menschen, um Vermietern Sicherheit zu geben, sowie eine stärkere Regulierung von Mietsteigerungen in angespannten Wohnlagen.