Funambulus
Der Name
In den Jahren 2004/2005 stellte das Freiwilligen Zentrum Mönchengladbach (FWZ) fest, dass immer mehr Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen gerne eine ehrenamtliche Aufgabe übernehmen würden. Um dies zu ermöglichen entstand unter dem Namen Funambulus® – lateinisch für „Seiltänzer“ – das Projekt „Freiwilliges Engagement von Menschen mit psychischer Beeinträchtigung“. Wie auf einem Seil, ist für alle Beteiligten das Zusammenwirken ein ständiges Balancieren.
Unter der Registriernummer 307 68 990 sind der Name und die Bildmarke als Wortbildmarke beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen und geschützt. Die Rechte hieran besitzt der Caritasverband für die Region Mönchengladbach – Rheydt e.V.
Die Ausgangslage
In Freiwilligen Zentren (FWZ) kommen zunehmend Menschen, die psychisch beeinträchtigt sind bzw. sich in der Rekonvaleszenz einer psychischen Erkrankung befinden. Psychische Erkrankung/Handicap wird hier als "Arbeitsbegriff" verstanden, da psychische Erkrankung ein weit gefasster Begriff mit vielen Facetten ist. Das Spektrum der im Arbeitsfeld des FWZ auftretenden psychischen Erkrankungen reicht von leichten bis mittelschweren Depressionen über Angsterkrankungen bis hin zu Suchterkrankungen.
Im Rahmen der Beratungstätigkeit des FWZ wird sowohl bei psychisch unauffälligen sog. "normalen" Beratungsfällen als auch bei der Beratung von sog. Handicap-Freiwilligen deutlich, dass Sinnfüllung und Sinnhaftigkeit des Lebens in Deutschland vor allem über (Erwerbs-)Arbeit und Erfolgserlebnisse geschieht. Über Arbeit werden elementare Grundbedürfnisse des Menschen, das Streben nach Anerkennung und sozialen Kontakten befriedigt. Das Wegfallen von Arbeit bedeutet deshalb auch für viele Menschen Sinnentleerung ihres Lebens, d.h. aber im Umkehrschluss, dass die Aufnahme eines freiwilligen Engagements, damit einhergehende Erfolgserlebnisse, Tagesstrukturierung etc. und die Ermutigung dazu eine enorme psychosoziale Bedeutung gewinnen.
Konzeptionelle Eckpunkte
Das Projekt Funambulus® hat drei Eckpunkte, die den Erfolg der Arbeit sichern. Diese sind: Zusammenarbeit mit der psychiaritschen Fachwelt, Kontakte und Vorbereitung der potenziellen Einsatzstellen sowie der Kontakt zu der Zielgruppe und die ressourcenorientierte Beratung.
Das Angebot des FWZ soll keine Konkurrenz zu bestehenden Angeboten sein, sondern vielmehr für die betroffenen Menschen eine lebensweltlich orientierte Brücke darstellen.
Weitere Informationen und eine Beschreibung des Projektes finden Sie hier.
Presseberichte:
- Pressebericht "Seiltanz zurück ins Leben"
aus der Rheinischen Post vom 23.01.2009
(48 kb) - Das Freiwilligen Zentrum Mönchengladbach wurde mit einer Urkunde und einem Dokumentarfilm für die Teilnahme am mitMenschPreis 2010 geehrt
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
Freiwilligen Zentrum Mönchengladbach
Friedrich-Ebert-Straße 53 (Passage am Ring)
41236 Mönchengladbach
Telefon: 02166 40207
Fax: 02166 295247
E-Mail
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